Sex im Meer oder die Fortpflanzung der Schweinswale

(Phocoena phocoena)

Die Schweinswal-Männchen werden bereits mit 2 bis 3 Jahren geschlechtsreif, die Weibchen erreichen die Geschlechtsreife dagegen erst in einem Alter von 3 bis 4 Jahren. Von Mitte Juli bis Ende August ist Paarungszeit. Der Paarungsakt beinhaltet vor der eigentlichen Begattung auch ein Vorspiel. Dabei verfolgt das Männchen das Weibchen und es kommt zu ersten Berührungen. Danach zeigt das Männchen dem Weibchen seinen Bauch, um anschließend an der Fluke (Schwanzflosse eines Wals) des Weibchens zu nagen.

Der Penis des Männchens hat eine pelzartige Eichel mit Sinneshaaren. So wird er aktiv durch Chemorezeptoren des Weibchens gesteuert und kann ihre Vaginalöffnung finden.

Die Kopulation erfolgt in wenigen Sekunden in denen das Paar senkrecht nahe der Wasseroberfläche in der Wassersäule schwimmt. Die Schweinswale aus der Ostsee paaren sich von Mitte Juli bis Ende August. Im Sommer gibt es dann nach 10 bis 12 Monaten die ersten Kälber im Wasser zu sehen. Wenn ihr jetzt an der Nord-oder Ostsee Schweinswale seht, dann sind die Weibchen bereits trächtig.

Quelle Text:
welt.de
Deutsches Meeresmuseum
National Geographics
IKZM-D

Film Credits:
Sound: Spanac / Freesoundslibrary,
Recherche: Helga Othenin-Girard, Mediasurge – Medienprodukion


Illustration: Christine Brandt

TIER DES JAHRES 2022 – Der Schweinswal


Der Schweinswal (Phocoena phocoena) gehört zu den kleinsten Walen weltweit. Wenn wir viel und gerne in der Ost-oder Nordsee baden und schnorcheln, oder auf einem Segelboot lautlos durch das Wasser gleiten, können wir vor Fehmarn oder in der Flensburger Förde den „Kleinen Tümmler“ – wie der Schweinswal auch genannt wird – sehen. Der bis zu 180 Zentimeter große Meeressäuger pflanzt sich an unseren Küsten fort und ist damit der einzige heimische Wal der deutschen Ost- und Nordsee.

Obwohl der „Braunfisch“, wie der Schweinswal auch genannt wird, in Deutschland streng geschützt ist, sind die Bestandszahlen besorgniserregend- hier leben nur noch weniger als 500 Exemplare.
Bei der Nahrungssuche sind die Schweinswale in der Ostsee besonders durch den zunehmenden Unterwasserlärm gefährdet, der sie in ihrer Orientierung stört und letztlich aus ihren Lebensräumen vertreibt. Auch verenden Schweinwale zu häufig als ungewollter Beifang, insbesondere in den Stellnetzen der Fischerei. Schweinswale haben eine Lebenserwartung von durchschnittlich zehn bis zwölf Jahren.

Quellen: NABU Schleswig-Holstein, Deutsches Meeresmuseum

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