Meere

Protest für die Freilassung der inhaftierten Kollegen in Russland

Hamburg, 4.10.2013 – Diesen Samstag protestiert Greenpeace Hamburg ab 13 Uhr vor der Europa-Passage am Jungfernstieg für die Freiheit ihrer Kollegen, die in Russland inhaftiert sind. Die Aktion ist Teil der bundesweiten Greenpeace-Proteste für die Freilassung von 28 Aktivisten und zwei Journalisten, die in Murmansk wegen bandenmäßiger Piraterie angeklagt sind. Ihnen droht eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren.

„Ein friedlicher Protest in internationalen Gewässern ist keine Piraterie“, sagt Marie Weber aus der Hamburger Arktisgruppe. „Internationale Rechtsexperten sowie auch der russische Präsident Putin haben das bereits vor einer Woche gesagt. Es geht darum, die Gefahren von gefährlichen Ölbohrungen aufzudecken, die das gesamte Nordpolarmeer verwüsten können.“

Gazprom will in Kürze als erster Konzern die Ölproduktion in der Arktis aufnehmen – unter Inkaufnahme eines hohen Unfallrisikos. Das Ölprojekt von Gazprom ist bisher eine Geschichte von Verzögerungen, mangelhaften Notfallplänen und Ignorierung von Sicherheitsstandards. Um auf die Industrialisierung und Zerstörung der Arktis aufmerksam zu machen, hatten die Umweltschützer des Greenpeace-Aktionsschiffs Arctic Sunrise versucht, an der Seite der Gazprom-Ölplattform Prirazlomnaya ein Banner anzubringen. Daraufhin hatte die russische Küstenwache die Arctic Sunrise mitsamt der Besatzung in internationalen Gewässern geentert und nach Murmansk geschleppt, wo die gesamte Bestzung nun in Untersuchungshaft sitzt. Greenpeace fordert die sofortige Freilassung der Aktivisten.

Die Hamburger haben am Samstag die Möglichkeit, mit ihrer Unterschrift die gefangenen Greenpeace-Aktivisten zu unterstützen. Auch im Internet können Menschen eine Protestmail an die russische Botschaft in Berlin senden. In rund 30 Ländern finden derzeit Protestaktionen vor russischen Botschaften und Konsulaten statt, bei denen sich Menschen für eine Freilassung der Greenpeace-Aktivisten einsetzen. Weltweit haben sich dieser Forderung schon knapp eine Million Menschen angeschlossen, darunter auch Menschenrechtler, Politiker und Journalisten.