Landwirtschaft

Greenpeace Hamburg warnt vor Gentechnik in Lidl-Produkten

Hamburg, 12. 4. 2014 – Zum zweiten Mal haben wir heute vor drei Lidl-Filialen in Hamburg gegen den Einsatz von gentechnisch verändertem Futter in der Geflügelindustrie protestiert. Zuerst waren wir bei der Filiale Hübbelsweg, dann Hammer Steindamm und Brauhausstraße. Mit Schildern, Flyern und viel bunter Sprühkreide machten wir Passanten und Lidl-Kunden auf die Pläne des Unternehmens aufmerksam.

Foto: Greenpeace Hamburg

Foto: Greenpeace Hamburg

Im Februar hat der Zentralverband der deutschen Geflügelwirtschaft angekündigt, gentechnisch verändertes Soja zur Fütterung von Hühnern und anderen Tieren einzusetzen. Eier und Fleisch selbst sind nicht gentechnisch verändert, und so müssen diese Produkte auch nicht gekennzeichnet werden.

Vor zwei Wochen waren wir und zahlreiche weitere Greenpeace-Gruppen in ganz Deutschland schon einmal vor Lidl aktiv. Wir kennzeichneten alle Waren mit Aufklebern, deren bis dato gentechnikfreie Produktion in ein paar Wochen zu enden droht. Dabei plant nicht nur Lidl die Verfütterung von Gen-Soja an Hühner und andere Nutztiere. Lediglich Rewe und Tegut haben zugesichert, ihre Produkte weiterhin ohne Gentechnik zu produzieren. Aldi-Nord erklärte sich zumindest bereit, Eier gentechnikfrei zu lassen.

Greenpeace fordert eine Kennzeichnung für Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO), denn die Gentechnik in der Fütterung wirkt sich negativ auf die Umwelt aus: Durch einen hohen Einsatz von giftigen Spritzmitteln im Soja-Anbau – wie er bei Gen-Pflanzen üblich ist – wird nicht nur Boden und Wasser verunreinigt, sondern auch die Artenvielfalt gefährdet.