
- Clean Graffiti vor dem Vattenfall Kundenzentrum in der Hamburger Innenstadt. Foto: Rainer Zimmermann/Greenpeace-Gruppe Hamburg
Nach dem Transformatorenbrand 2007 gelobte Vattenfall Besserung und mehr Transparenz - aber tatsächlich geändert hat sich offenbar nichts. Nach zwei Jahren Reparatur und Wartung kam es kurz nach dem Neustart wieder zu beunruhigenden Vorkommnissen, zuletzt zur Schnellabschaltung des Reaktors. Seitdem steht er bis auf weiteres still. Zudem erreichte die Störfallmeldung die Behörden auf chaotischen Wegen. Später musste Vattenfall zugeben, dass eine geplante Sicherheitseinrichtung am Transformator von Vattenfall "vergessen" worden war.
Bereits im Jahr 2007 wurden Brennstäbe durch Metallspäne im Reaktorwasser beschädigt. Danach forderte die Aufsichtsbehörde laut Spiegel Online von der Betreiberin die Vorlage eines Konzeptes zur künftigen Vermeidung des Eintrags von Fremdkörpern". Dieses Konzept wurde als Voraussetzung für die weitere Betriebsgenehmigung genannt. Das aber wurde vor dem Wiederanlauf von Krümmel nicht vollständig umgesetzt. Dazu Oliver Breuer vom Kieler Sozialministerium: Dieses Konzept bestehe aus mehreren Maßnahmen, sei bislang nur "teilweise umgesetzt" und werde "teilweise noch begutachtet". Das fehlende Konzept hat schon seine Folgen gezeigt: jüngst wurden wieder Brennstäbe durch Metallspäne beschädigt...
Bei einem derart laxen Umgang mit der Risikotechnologie Atomkraft sollte Vattenfall sofort die Betriebserlaubnis entzogen werden. Greenpeace fordert von den Aufsichtsbehörden, hier endlich Konsequenzen zu ziehen.

- Mit Hochdruck und Text-Schablonen reinigen Greenpeace-Aktivisten das Straßenpflaster vor Vattenfall. Foto: Rainer Zimmermann/Greenpeace-Gruppe Hamburg
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Interview mit Greenpeace Energy
Die Ökostromer verzeichnen bereits einen rasant gestiegenen Kundenzulauf - viele Menschen nehmen die neue Störfallserie zum Anlass, Vattenfall den Rücken zu kehren.
Rainer Zimmermann
Holger Becker
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