Detox

Zehn Tipps für faire Fashion

Foto oben: ©Lance Lee/Greenpeace

Es ist einfacher, als du denkst, den Umweltschutz auf der Suche nach Hose, T-Shirt oder Mantel nicht aus den Augen zu verlieren. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, beim Shoppen, verantwortungsbewusst und nachhaltig zu handeln. Die folgenden Tipps helfen dir beim Umdenken.

Tipp 1: Ist etwas Neues nötig?

Überleg vor der nächsten Shoppingtour, ob du wirklich neue Kleidung benötigst. Die Winterjacke aus dem letzten Jahr tut es auch noch eine weitere Saison, auch wenn der Trend dieses Jahr woanders hingeht.

 

Tipp 2: Nicht wegwerfen

Schmeiße deine alten Kleidungsstücke nicht in den Müll. Karitative Einrichtungen wie Sozialkaufhäuser oder Kleiderkammern freuen sich immer über Altkleider, die sie an Bedürftige weitergeben können.

 

Tipp 3: Qualität siegt!

Wenn die Textilien handwerklich gut gefertigt sind und nicht schon nach dem zweiten Tragen auseinanderfallen, ist das auch gut für die Umwelt. Aber Achtung: Ein bekanntes Label bedeutet nicht immer gleich gute Qualität! Je länger wir ein Kleidungsstück tragen, desto weniger kaufen wir insgesamt. Und bisher ist noch jeder Trend wiedergekommen! Achte darauf, dass sich die Teile gut kombinieren lassen.

 

Tipp 4: Geruchsinn

Riecht die Hose noch nach Chemie? Dann besser Finger weg! Auch der Hinweis „Separat waschen“ ist meist kein gutes Zeichen, das bedeutet meistens, dass viele Chemikalien eingesetzt worden sind. Auch Hinweise wie „Knitterarm“ oder „Bügelfrei“ tun uns und der Umwelt nicht gut!

 

Tipp 5: Second-Hand kaufen

Gerade in Hamburg gibt es viele Second-Hand-Läden oder Flohmärkte mit einer großen Auswahl. Auch auf Kleidertauschpartys oder Online-Tauschbörsen finden sich schöne Sachen die zudem auch noch gut für Umwelt und Portemonnaie sind. Dann ist der Vintage-Look auch wirklich Vintage!

 

Tipp 6: Ökorrekte Kleidung kaufen

Eine weitere Möglichkeit ist, gleich Kleidung zu kaufen, die gut für die Umwelt und für uns ist. In Hamburg gibt es eine kleine feine Auswahl an Läden mit ökologisch korrekter Kleidung, und auch online gibt es immer mehr Auswahl. Dort gibt es oft auch fair produzierte Kleidung, die menschenwürdige Arbeitsbedingungen und existenzsichernde Löhne garantiert.

 

Tipp 7: Verzichte auf den Used-Look

Wenn es eine neue Jeans sein soll, ist es besser, Jeans im Used-Look zu meiden. Dieses Design kommt nur unter Verwendung von Sandstrahlern zustande. In Deutschland wird diese Methode zum Säubern von Metall oder Holz angewandt, die Arbeiter sind hier in dicke Schutzkleidung verpackt. In Asien tragen die Arbeiter oft nicht einmal eine Schutzmaske. Sie atmen den gefährlichen Staub ein, dadurch vernarbt das Lungengewebe. Die Menschen leiden schnell an einer Staublunge oder Silikose, einer Krankheit, die früher vor allem in Bergbauregionen auftrat.

 

Tipp 8: Sei kreativ

Häkeln, Stricken und Nähen ist alles andere als altbacken und so kannst du selbst bestimmen, woraus das Kleidungsstück besteht. Inzwischen gibt es auch ein großes Angebot an ökologischen Stoffen und Garnen, und du kannst einzigartige Kleidungsstücke nach deinem Geschmack herstellen – ganz ohne Kompromisse!

 

Tipp 9: Upcycling

Wem komplett Selbermachen zu aufwendig ist, der kann mit wenigen Handgriffen seine Kleidungsstücke auch einfach aufwerten. Viele Sachen, die einem nicht mehr gefallen, lassen sich schnell mit Kleinigkeiten aufwerten. Einige Designer-Label nehmen alte Kleidungsstücke auseinander und setzen diese wieder neu kombiniert zusammen. Auch lassen sich online zahlreichen Anregungen finden, wie man beispielsweise aus alten Socken ein Shirt machen kann oder aus alten T-Shirts eine schöne Tasche.

 

Tipp 10: Umweltschonend waschen

Auch beim Waschen kannst du mit ein wenig Aufmerksamkeit etwas für die Umwelt tun. Sortiere die Kleidung nach Farben, belade die Maschine voll und reduziere die Temperatur.

Und denk daran, es geht nicht darum, dass du ab jetzt nur noch nachhaltige Mode kaufst. Viel wichtiger ist, dass du dir vor dem Kauf Gedanken darüber machst, was du brauchst und was bewusst bist, dass es auch Alternativen zu H&M und Adidas gibt und dass diese Mode auch schön und trendy ist.