Alltag und Konsum

Tipps zur CO2-Einsparung

Mobilität

Für Autofahrer:

Schrumpf dein Auto! Beim nächsten Autokauf gibt’s nur noch ein Kriterium: Wie viel verbraucht es? Ein schwerer Geländewagen oder eine große Limousine kommen mit 1,3 Tonnen CO2-Ausstoß gerade mal 3.000 Kilometer weit. Ein Drei-Liter-Auto schafft dagegen 18.000 Kilometer. Nutz öfter öffentliche Verkehrsmittel. Beim Verbrauch schneiden Busse und Bahnen im Vergleich zum Pkw dreimal besser ab. Und natürlich gilt: Nimm öfter mal das Fahrrad für den Weg zur Arbeit, zum Einkaufen und vielleicht sogar in den Urlaub. Das spart am meisten CO2 und hält auch noch fit.

Für Vielflieger:

Nur fliegen, wenn es nicht anders geht! Auch beim Hin- und Rückflug in ein 2.500 Kilometer entferntes Urlaubsziel (zum Beispiel Hamburg–Antalya) setzt jeder Passagier Treibhausgase mit der Wirkung von 1,3 Tonnen CO2 frei. Mit einer Reise ist das „Klimakonto“ für ein Jahr also bereits überzogen.

 

Wohnen

Für Frostbeulen:

Heize nicht mehr als nötig. Für ein gesundes Raumklima reichen meist 18–20 Grad, in Schlafzimmer, Flur und wenig benutzten Räumen deutlich weniger. Schließe die Türen und reduziere die Temperatur, wenn niemand zu Hause ist. In der kalten Jahreszeit kurz und kräftig lüften. Wenn du die Fenster (bei ausgedrehter Heizung) weit öffnest, wird die Luft schnell ausgetauscht und die Wände bleiben warm. Nie bei laufender Heizung Fenster kippen.

 

Energieverbrauch

Für Stromfresser:

Erkundige dich in jedem Fall nach dem Stromverbrauch deiner Elektrogeräte. Ist ein Energiesparlabel vorhanden, greif zur höchsten Effizienzklasse (in Europa: A+ oder A++). Merke: Notebooks sind generell sparsamer als Desktop-PCs. Aber auch da gibt es Unterschiede. Schau auch auf den Stromverbrauch der Umgebungsgeräte wie Drucker, Scanner etc. Aber Achtung: Auch Netzwerke und Internetanschluss verbrauchen Strom. Achte bei der Konfiguration auf den Energieverbrauch.

Für Nachteulen:

Steig auf Energiesparlampen um! Sie sparen etwa 80 Prozent Strom. Generell gilt: Licht aus in ungenutzten Räumen! Sparlampen gibt es in verschiedenen Lichtfarben, Formen und Größen. Hochwertige Sparlampen überstehen problemlos häufiges Ein- und Ausschalten. Achte auch vermehrt auf das größer werdende Angebot von LED-Leuchten.

Für Couchpotatoes:

Vermeide Stand-by-Verluste! HiFi-Anlagen, TV- und Videogeräte sowie Computer samt Zubehör ziehen im Stand-by-Modus Strom. Also: Stecker ziehen oder mehrere Geräte über eine Steckerleiste mit Netzschalter abschalten. Übrigens, der Stand-By-Betrieb von Elektrogeräten schluckt in Deutschland so viel Strom, wie zwei Großkraftwerke produzieren. Das entspricht dem Verbrauch der 3,4-Millionen-Stadt Berlin.

Für Unabhängige:

Ladegeräte und Netzteile ausstöpseln, denn sie verbrauchen auch Strom, wenn sie gar nicht benutzt werden. Das gilt für Ladegeräte von Handys, MP3-Playern, Digitalkameras und vieles andere.

Für Waschbären:

Wasche bei niedrigen Temperaturen (30 Grad) und verzichte auf den Vorwaschgang: So wird normal verschmutzte Wäsche sauber, und der Stromverbrauch sinkt um bis zu 80 Prozent. Ein Kochwaschgang frisst siebenmal mehr Strom als 30-Grad-Wäsche. Übrigens: Achte immer auf eine volle Trommel und schleudere möglichst gründlich.

Für Wäschespinnen:

Häng deine Wäsche wenn möglich draußen auf oder wenigstens im ungeheizten Raum. Wäschetrockner sind Stromfresser. Ein Vier-Personen-Haushalt spart so jährlich bis zu 480 Kilowattstunden beziehungsweise 300 Kilo CO2.

Für Bademeister:

Kurz duschen statt baden. Drehe beim Einseifen den Hahn ab. Installiere einen Sparduschkopf: Der halbiert den Wasser- und Energieverbrauch.

Für Kochmützen:

Energiebewusst kochen. Lass den Deckel auf dem Topf. Benutze Schnellkochtöpfe. Den Backofen nicht vorheizen. Stelle Herdplatten und Ofen früher aus und nutze so die Nachwärme. Ein Tipp: Nudelwasser im Wasserkocher zum Kochen bringen.

Für Kohlestromer:

Der erste Riesenschritt zum klimavertraglichen Leben ist ganz einfach: Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter! Denn für den ist Kohlestrom – und Atomkraft – tabu. So verbesserst du deine CO2 -Bilanz aus dem privaten Stromverbrauch auf einen Schlag um rund 90 Prozent!

Ökostromanbieter: www.greenpeace-energy.de, www.LichtBlick.de, www.naturstrom.de, www.ews-schönau.de

 

Ernährung

Für Nicht-Vegetarier:

Die Produktion von Fleisch- und Milchprodukten haben einen erheblichen Einfluss auf den weltweiten CO2-Ausstoß. Durch die simple Reduzierung deines Fleischkonsum kannst du einen effektiven Beitrag zur Schonung des Klimas leisten. Wenn das dann noch Bio ist, umso besser.

Für Vegetarier:

Du ernährst dich vegetarisch, Respekt! Allerdings sorgen auch Milchprodukte in der Herstellung für Emissionen, da der Anbau von Viehfutter und die Tierhaltung eine bedeutende Quelle für Treibhausgase darstellt. Hast du dich schon mal mit veganer Ernährung beschäftigt?

Für Immer-Alles-Essen-Woller:

Jedes Kilogramm Obst oder Gemüse, das mit dem Flugzeug nach Deutschland importiert wurde, verursachte unterwegs etwa 10 Kilogramm CO2. Wann Produkte mit dem Flugzeug kommen, hängt stark von der Saison ab. Erkundige dich bei deinem Gemüsehändler über regionale Lebensmittel. Die ganzjährige Verfügbarkeit vieler Obst- und Gemüsesorten bringt einen hohen Energiebedarf für die Beheizung von Treibhäusern mit sich. Freilandprodukte verursachen dagegen viel weniger Energieverbrauch. Durch den Kauf von saisonalen und regionalen Produkten verhinderst du außerdem noch unnötige Transportwege. Achte bei allen Lebensmitteln auf die anerkannten Öko-Siegel.

 

Konsum

Für Modebewusste:

Hab Mut zum eigenen Stil. Es muss nicht immer das Neuste sein. Achte auf Qualität bei Kleidung, Elektrogeräten und allen anderen Konsumartikeln, denn hochwertige Produkte halten länger als Billigware. Ihr Kauf ist praktischer Ressourcenschutz und vermindert Transporte.