Anfang November rollt wieder der Castor Richtung Gorleben. Tausende Atomkraftgegner werden ihn begleiten - nach dem Skandal im Versuchsendlager Asse nun erst recht.
„Es ist unverantwortlich, dass weiterhin tagtäglich Tonnen von strahlendem Müll produziert werden und gleichzeitig noch immer kein Endlager für diesen gefährlichen Abfall gefunden ist. Dies ist vor allem unverantwortlich gegenüber unserer und kommenden Generationen,weil wir besonders mit den Folgen konfrontiert werden“, sagt die 15jährige Salinda Horstmann. „Fakt ist: Gorleben ist kein sicheres Endlager.“
Der Salzstock ist nur teilweise durch eine Tondecke vom Grundwasser getrennt. Experten bezweifeln die Eignung des benachbarten Salzstocks Gorleben schon seit langem. Im Jahr 2000 einigten Bundesregierung und Atomindustrie sich auf ein Moratorium. Der Salzstock sollte für mindestens drei und höchstens zehn Jahre nicht weiter erkundet werden. Acht dieser zehn Jahre sind vergangen. Eine Lösung des Atommüllproblems ist nach wie vor nicht in Sicht, der strahlende Müllberg aber stetig gewachsen. Nichts desto trotz werden alle Warnungen von der Regierung ignoriert. „Uns Jugendlichen scheint es, als ob die Politiker die Gefahren, die von dieser Technologie ausgehen und unsere Sorgen darüber nicht ernst nehmen“, kritisiert Salinda Horstmann.
Greenpeace fordert die Aufgabe des geplanten Endlagerstandortes Gorleben und den sofortigen Stopp der weiteren Atommüllproduktion. Eine wirklich sichere Form der Entsorgung für Zeiträume von mehreren hunderttausend Jahren wird es wohl nie geben. Deshalb muss als erstes die Quelle des Atommülls geschlossen werden.
Die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg informiert auf ihrer Website über das Zwischenlager Gorleben: http://www.bi-luechow-dannenberg.de/
Hier gibt's ein Factsheet über das Zwischenlager Gorleben: Zwischenlager Gorleben.



