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Team50plus im Einsatz gegen Urwaldzerstörung durch Palmölanbau
Mit dem Thema Palmöl und Urwaldzerstörung waren die Greenpeacer aus dem Team50plus (TfP) im Mai gleich dreimal unterwegs. Am 19. Mai informierten sie in der Hamburger Mönckebergstraße. Dann gab es zudem noch zwei Auswärtstermine: An der Nordsee im Multimar-Wattforum in Tönning am 14. Mai und an der Ostsee im Ozeaneum in Stralsund am Pfingstwochenende.
Foto: Günter Vogel/Greenpeace Hamburg

In Tönning sammelten die TfPler im Rahmen der Nestlé-Kampagne Unterschriften auf Aktionspostkarten. Nestlé verwendet für seine Produkte wie Kitkat Palmöl vom Konzern Sinar Mas. Der holzt für die Palmölplantagen die Regenwälder Indonesiens ab. Auf Druck von Greenpeace hatte Nestlé im März alle direkten Verträge mit dem Palmölkonzern Sinar Mas gekündigt. Jedoch gelangte das Palmöl aus Urwaldzerstörung weiterhin über Zwischenhändler in die Nestlé-Produkte. Am 17. Mai hat sich Nestlé endlich verpflichtet, zukünftig kein Palmöl aus Urwaldzerstörung mehr bei seinen Lieferanten zu dulden, und legte einen entsprechenden Aktionsplan vor.

Foto: Günter Vogel/Greenpeace Hamburg

Doch das Problem der Zerstörung der Regenwälder durch die Palmölplantagen ist damit noch nicht abgeschlossen. Denn Sinar Mas erhält finanzielle Unterstützung aus Deutschland. Die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG), eine Tochter der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), finanziert Sinar Mas mit einem 32-Millionen-Dollar-Kredit. Die DEG hat den staatlichen Auftrag entwicklungspolitisch sinnvolle Vorhaben zu finanzieren und an kleine und mittelständische Unternehmen in Entwicklungsländern Kredite zu vergeben. „Warum die DEG den börsennotierten Sinar Mas-Konzern unterstützt, den größten Palmölproduzenten Indonesiens, und das trotz Kenntnis der illegalen Aktivitäten von Sinar Mas, ist uns unverständlich“, so Günter Vogel aus dem Team50plus. Greenpeace fordert eine sofortige Kündigung des Millionenkredites.

Foto: Günter Vogel/Greenpeace Hamburg

Im Stralsunder Ozeaneum wurden über 700 Unterschriften gesammelt. Damit hat rund jeder zehnte Besucher seine Unterschrift gegeben. „Dieser Erfolg ist nicht nur dem TfP zuzuschreiben“, erklärt Günter, „In unserem bunt gemischten Team war zwischen den jungen JAGs und dem TfP-Alter alles vertreten. Und es waren sowohl die TfPler als Allrounder und die Spezialisten der Wald-Gruppen, die gemeinsam das Thema abdeckten. Wir waren aus Hamburg, Hannover, Kiel und Berlin. Und es hat allen einen riesigen Spaß gemacht, trotz des ernsten Themas.“