
- "Atomkraft ist kein Klimaschutz" hieß es in Altona. Foto: Kristina Beck/Greenpeace-Gruppe Hamburg
"Atomkraft ist kein Klimaschutz!" mit diesem Spruch haben die Jaggies am Altonaer Bahnhof Passanten darauf aufmerksam gemacht, dass auch sie sich gegen Atomkraft engagieren sollen - zum Beispiel bei der nächsten Bundestagswahl. Deshalb haben sie ihnen den "Wahlkompass Umweltpolitik" mitgegeben. Darin sagen Politiker der großen Parteien, was sie in Sachen Umwelt bewegen wollen. Jeder kann ihre Statements zu den einzelnen Umweltthemen nachlesen.
Die Passanten wurden auf die Anti-Atom-Demo in Berlin am 5. September hingewiesen. Viele haben sich interessiert gezeigt, zu der Demo zu gehen und so selbst etwas gegen die gefährliche Atomkraft zu tun. Ihren persönlichen "Atommüll", den ihnen die Jugendlichen in kleinen Fässern symbolisch zu übergeben versuchten, haben aber nicht alle mitgenommen.
Gleichzeitig forderten in der Hamburger Innenstadt Verbraucher den Atomstromkonzern Vattenfall auf, endlich aus der Atomstromproduktion auszusteigen. Eine Aktion des Team50plus (TfP) vor dem Kundenzentrum von Vattenfall in der Spitaler Straße.

- Vattenfall soll aus der Atomstromproduktion auszusteigen! Foto: Günter Vogel/Greenpeace-Gruppe Hamburg
Dort hatten die TfPler auf zwei großen Atommüllfässern viele kleine Atommülldosen sowie Informationsmaterial vorrätig. In den kleinen Dosen befanden sich Zettel mit der Aufforderung an Vattenfall, endlich aus der Atomstromproduktion auszusteigen und massiv in erneuerbare Energien zu investieren. Diese Aufforderung haben die Verbraucher gerne unterschrieben und zusammen mit der "Atommülldose" ins Kundenzentrum gebracht. Wenn die Verbraucher nicht selbst ins Kundenzentrum gehen mochten, haben dieses natürlich die Greenpeacer übernommen.
Es wurden innerhalb von fünf Stunden rund 300 entsprechende Aufforderungen einschließlich der „Atommülldosen“ an Vattenfall übergeben. Wegen der zeitlichen Nähe zur Bundestagswahl wurden auch hier die Greenpeace-Wahlkompasse verteilt. Diese Entscheidungshilfe für die Wahl wurde rund 700 mal gerne entgegengenommen.
Die Atomkraft wird wegen des geringen CO2-Ausstoßes von den Stromkonzernen als klimafreundlich bezeichnet. Doch Atomkraftwerke sind problematisch. Bis heute weiß keiner, wie der hochradioaktive Atommüll sicher gelagert werden kann. Die Vorfälle in den einsturzgefährdeten Endlagern Asse und Morsleben zeigen, dass es dafür noch keine Lösung gibt. Atomkraftwerke als klimafreundliche Alternative zu Kohlekraftwerken zu bezeichnen, ist so als ob man den Teufel mit dem Belzebub austreiben will.
Vergleichbare Aktionen fanden am selben Tag in 34 deutschen Städten statt.
Kristina Beck (JAG) und Günter Vogel (TfP), Greenpeace-Gruppe Hamburg
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