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Kriegen Sie die Kurve, Herr Zetsche!
Greenpeace-Jugendliche demonstrieren gegen die klimaschädliche Modellpolitik von Mercedes Benz
Fotoaktion der Greenpeace-Jugendlichen in der Hamburger Innenstadt: Vor der Europapassage konnten Passanten gegen die klimaschädliche Modellpolitik von Mercedes protestieren. Solche Proteste fanden in insgesamt 17 deutschen Städten statt.
Mercedes soll endlich verbrauchsärmere Autos bauen und sein CO2-Versprechen einhalten! Foto: Greenpeace-Gruppe Hamburg

Passanten konnten sich mit einer Sprechblase fotografieren lassen. Auf dieser stand: „Autospeck muss weg“, oder die direkte Aufforderung an den Vorstandvorsitzenden der Daimler AG „Kriegen Sie die Kurve, Herr Zetsche“. Eigene Botschaften konnten Passanten selbst in eine leere Sprechblase schreiben.

Mit der Aktion gab die Greenpeace-Jugend in insgesamt 17 bundesdeutschen Städten vor allem Jugendlichen die Möglichkeit, sich für eine nachhaltige Verkehrspolitik und für eine zukunftsfähige Modellpolitik der deutschen Autobauer einzusetzen - und damit für den Klimaschutz. Alle Fotos sind später in der Galerie der Greenpeace-Jugend-Website zu sehen. Mit dieser Aktion fordern die Greenpeace-Jugendlichen die Politik und Wirtschaft dazu auf, zukünftig mehr leichte, spritsparende Autos zu bauen und somit mehr für den Klimaschutz und den Standort Deutschland zu tun.

Forderung an den Mercedes-Chef: Versprechen einhalten und endlich den Durchschnittsverbrauch der Neuwagenflotte auf 5,8 Liter pro 100 Kilometer senken!

"Deutsche Autos sind einfach zu dick", sagt Suna, 17 Jahre. "Es ist höchste Zeit, dass die deutschen Autos abspecken. Abspecken fürs Klima und für unsere Zukunft. Wir möchten mit unserer Fotoaktion zeigen, dass die meisten Jugendlichen gar kein dickes Auto haben wollen. Unsere Zukunft liegt doch in einer intakten Umwelt und nicht in immer dickeren Autos!"

So wundert sich auch der 16-jährige Hendrik: „Es kann doch nicht sein, dass wir immer noch vom 3-Liter-Auto träumen müssen, obwohl Greenpeace schon vor 13 Jahren mit dem SmILE gezeigt hat, wie es funktionieren kann. So langsam müsste die Automobilindustrie das doch auch hinkriegen!“Die Anzeichen des Klimawandels haben uns bereits erreicht: Stürme, Dürren, Überschwemmungen. Je mehr sich die Erde aufheizt, desto häufiger wird es auch zu Wetterextremen kommen.

Hauptverantwortlich ist das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2), das bei der Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle oder Benzin entsteht. 20% des Kohlendioxidausstoßes in Europa gehen auf den Verkehr zurück, für 12 % ist allein der PKW-Verkehr verantwortlich. Fahren heute geschätzte 600 Millionen Autos weltweit, könnten es im Jahr 2030 schon drei Milliarden sein. Auch in Deutschland wächst die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge kontinuierlich. 46 Millionen sind es heute, im Jahr 2020 sollen es 55 Millionen sein.

Wer es nicht in die Innenstadt geschafft hat heute, kann seinen Protest auch online abgeben: Postkarte an Daimler.

Ein paar weitere Fotos von unserer Aktion findet ihr auf Flickr.