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Botschaft für Mercedes Benz
Mercedes-Benz: Vom Erfinder des Autos zum klimaschädlichen Spätzünder
"Früher innovativer Vorreiter, heute klimaschädlicher Spätzünder!" lautet der Beginn einer Botschaft, die Greenpeacer aus über 30 Städten an Autohersteller Mercedes Benz richten.
"Abspecken für das Klima" heißt der Teil der Botschaft an Mercedes, der aus Hamburg kommt. Foto: Bente Stachowske/Greenpeace

"Abspecken für's Klima" heißt der Teil der Botschaft, den die Greenpeace-Gruppe Hamburg am Wochenende in Szene setzte - als Teil der Gesamtbotschaft, die ihr als Video auf You Tube findet und als interaktive Collage auf www./greenpeace.de/themen/verkehr.

Die Hamburger Aktivisten beklebten dazu die Scheibe der Mercedes-Benz-Niederlassung am Friedrich-Ebert-Damm mit einem rosa "Klimaschwein": Die M-Klasse, ein Geländewagen, bekam Schweineohren und Ringelschwanz. Daneben hieß es auf einem Banner: "Abspecken für das Klima!"

"Klimaschutz gibt es bei Mercedes-Benz nur als Ausnahme und gegen Aufpreis" kritisiert Martin Oldenburg von der Greenpeace-Gruppe Hamburg. "Aber Spritspartechnik gehört in Zeiten von Klimawandel und Ölverknappung in alle Modelle!"

Die Gesamtbotschaft aus 31 Städten, derzeit zu sehen unter www.greenpeace.de/themen/verkehr als interaktive Collage.

Besonders negativ auf die Umweltbilanz wirken sich die Luxus-Geländewagen von Mercedes aus. Bis zu 400 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer erzeugen die etwa 2,5 Tonnen schweren Modelle. Die europäische Autoindustrie hat sich verpflichtet, den CO2-Ausstoß von Neuwagen bis Ende 2008 auf durchschnittlich 140 Gramm pro Kilometer zu reduzieren. Aktuell liegt der durchschnittliche Kohlendioxid-Ausstoß von Mercedes-Benz-Fahrzeugen laut Kraftfahrtbundesamt bei 188 Gramm. Konkurrent BMW hat einen aktuellen Flottendurchschnitt von 160 Gramm CO2 pro Kilometer.

Motorleistung und Masse dürfen nicht länger die Merkmale sein, über die sich Premium-Fahrzeuge definieren! Mercedes-Benz muss den Verbrauch seiner Fahrzeuge jetzt schnell und konsequent senken. Das funktioniert kurzfristig und ohne Mehrkosten, wenn bei allen Modellen das Gewicht reduziert und die Übermotorisierung auf ein sinnvolles Maß eingeschränkt wird. Heute verfügbare Spritspartechniken wie Start-Stopp-Automatik und Leichtlaufreifen müssen in Zukunft in alle Modelle als Grundausstattung ohne Aufpreis eingebaut werden.

Zu der Aktion gibt es auch ein Video: Mercedes Gruppenspot

Weitere Fotos in unserem Flickr Stream: Botschaft an Mercedes