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"Angie, Klimaschutz rocken!"
Botschaften aus Hamburg an die Kanzlerin im Vorfeld des Weltklimagipfels
"Ey Angie, rock mal den Klimaschutz in Kopenhagen!" war eine der ersten Klimabotschaften, die am Wochenende vom Hamburger Spritzenplatz aus an die Twitterwände in Berlin, Hamburg und im Internet gingen. Der 19jährige Mirko hatte uns gebeten, diese Botschaft für ihn zu ins Netz zu senden. Innerhalb weniger Stunden beteiligten sich fast 500 Passanten auf dem Spritzenplatz an der bundesweiten Twitter-Aktion von Greenpeace.
Foto: Martin Foddanu/Greenpeace Hamburg

Unter dem Stichwort "#savetheclimate" gingen an diesem Tag auf internationaler Ebene rund 16.000 Tweets auf Leinwände in Berlin, Hamburg und im Internet. Die fast 500 Tweets allein vom Hamburger Spritzenplatz findest du auf unserer Aktionsseite. Den Link zu dieser Seite mit den Klimabotschaften Hamburger Passanten haben wir an den Twitter-Account der CDU geschickt. Die Antwort von @cdu_news wird, wenn sie denn kommt, ebenfalls auf der Seite erscheinen.

„Twitter bietet die Möglichkeit, dass viele Menschen aus ganz Deutschland ihre
Botschaft an Frau Merkel herantragen können. So fordern wir die Bundeskanzlerin auf, sich in Kopenhagen für den Erfolg der Klimakonferenz einzusetzen“, sagt Holger Becker von Greenpeace Hamburg. „Jeder kann Frau Merkel auffordern, ihrem Ruf als Klimakanzlerin endlich gerecht zu werden. Sie kann die Erkenntnisse der Wissenschaft nicht länger ignorieren.“

Diese hatten die Greenpeace-Kids auf dem Spritzenplatz anschaulich dargestellt: Auf zwei mal vier Metern machten sie in einem bunten Klimatunnel den Klimawandel sichtbar, stellten seine Gefahren dar, und Möglichkeiten des Handelns. Mehrere Tage und Stunden hatten sie an dem Tunnel gebastelt, durch den Passanten wandern und sich anschauen konnte, wie man dem Klimawandel entgegenwirken kann.

Foto: Martin Foddanu/Greenpeace Hamburg

Bundesweit demonstrierten mehr als 800 Ehrenamtliche von Greenpeace im Alter von 7 bis 75 Jahren generationsübergreifend für mehr deutsches Engagement im internationalen Klimaschutz. Dazu sendeten tausende Bürger ihre Botschaften. Der Dienst Twitter bietet darüber hinaus für Frau Merkel die Möglichkeit, sich den Fragen und Forderungen zu stellen.

„Angela Merkel muss endlich handeln und sieben Milliarden Euro für den Klimaschutz in Entwicklungsländern auf den Tisch legen“, sagt Greenpeace- Klimaexpertin Anike Peters. „Kurz vor Kopenhagen muss Merkel endlich eine
Führungsrolle einnehmen und die EU auf Klimaschutzkurs bringen.“ Bislang ist die EU zu einer CO2-Reduktion von 20 Prozent bereit - im Vergleich zu 1990. Um den fortschreitenden Klimawandel zu stoppen, müssen Industrieländer jedoch nach dem Stand der Klimawissenschaft ihre Emissionen bis 2020 um mindestens 40 Prozent reduzieren.

Greenpeace fordert, dass die Industrienationen zur Unterstützung von Klimaschutzmaßnahmen in Entwicklungsländern jährlich 110 Milliarden Euro bereitstellen.