Lausch dem Pfeifen, Winseln Schreien, Rufen... dem Gesang der männlichen Buckelwale...
Get Flash to see this player.
Vermutlich dienen die überraschend vielfältigen Tonfolgen dazu, den Weibchen zu imponieren. Copyright: Nan Hauser

- Foto: Marc Hackelbörger/Greenpeace Hamburg
Seit Anfang Mai erblicken die Hamburger an ihren Straßenkreuzungen mit bunter Malkreide geschriebene Zeilen wie diese: "Maischolle – Finger weg! www.greenaction.de" Die fleißigen Schreiberlinge sind Greenpeacer aus der Hamburger Gruppe Meeresökologie. Sie sorgen sich um die Maischolle. Die Schollen werden hauptsächlich zwischen November und Juni gefangen. Diese Zeitspanne ist jedoch ihre Laichzeit. Ein Weibchen gibt, je nach Alter, 50 000 – 500 000 Eier ab. Fängt man etwa ein junges Weibchen in dieser Zeit, so sterben damit auch 50 000 ungeschlüpfte Baby-Schollen.

- Foto: Marc Hackelbörger/Greenpeace Hamburg
Gefangen werden die Schollen zudem mit Baumkurren. Diese Grundschleppnetze pflügen mit schweren Ketten den Meeresgrund um und zerstören so die Existenzgrundlage aller dort lebenden Tiere und Pflanzen. Außerdem verfangen sich in den Netzen auch zu kleine und auch junge Tiere anderer Fischarten, die eigentlich nicht gefangen werden dürfen. Dieser sogenannte Beifang wird wieder zurück ins Meer geworfen und stirbt so gut wie immer. In der Fischerei mit Grundschleppnetzen beträgt der Beifang 80-90 % des gesamten Fanges! Bei der Scholle enden pro Stück vier zu kleine Schollen als Abfallprodukt im Meer. Fängt man die kleinen Schollen vor ihrer Geschlechtsreife, schadet das dem Bestand erheblich, denn sie können nicht so schnell nachwachsen, wie sie aus dem Meer gezogen werden. Mehr Informationen über die Aktion „Streiche die Scholle von deinem Speiseplan.“, über Mitmachen und Unterstützen gibt es auf GreenAction.


