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- Foto: Greenpeace Hamburg, Holger Becker
10.09.2011: „VW – Das Problem“ steht auf den schwarzen Planen, mit denen 15 Aktivisten von Greenpeace-Hamburg heute vor dem VW-Händler im Bornkampsweg und in der Fruchtallee einen Golf verhüllen. Damit machen wir Umweltschützer darauf aufmerksam, dass das am meisten verkaufte Auto von VW, der Golf 1.4 Benziner, der mit Abstand klimaschädlichste Golftyp ist. Außerdem fordern wir Händler auf, sich beim VW-Konzern in Wolfsburg für mehr Klimaschutz und für Klimaschutztechnik ohne Aufpreis stark zu machen.
„Für VW ist Klimaschutz reine Sonderausstattung und das darf nicht sein“, sagt Holger Becker von Greenpeace-Hamburg. „Damit verschläft der Konzern die Zeichen der Zeit und wird seiner Verantwortung als Europas größter – und vermutlich bald schon weltgrößter - Autohersteller in keinster Weise gerecht.“ VW hat mit „Blue Motion“ bzw. „Blue Motion- Technology“ zwar relativ wirksame Spritspartechniken entwickelt. Aber der Konzern verlangt dafür einen Aufpreis, der um ein Mehrfaches über den Herstellungskosten liegt. So fahren zurzeit nur sechs Prozent aller verkauften VW mit kompletter Spritspartechnik.

- Foto: Greenpeace Hamburg, Franziska Mecke
Der dreckigste Golf verbraucht 2,6 Liter mehr als seine klimafreundliche Variante
Beispiel Golf: Der meistverkaufte und billigste Golf verbraucht 6,4 Liter Benzin und kommt auf einen Kohlendioxidausstoß von 149 Gramm je Kilometer. Der Golf mit Spritspartechnik hingegen verbraucht 3,8 Liter Diesel und kommt so auf einen Kohlendioxidausstoß von nur 99 Gramm. Allerdings kostet er ca. 3000 Euro mehr. Daher steckt auch in der Golf-Reihe nur in wenigen Prozent der verkauften Autos die Spartechnik. Gerade weil VW einer der größten Autohersteller der Welt ist, führt diese Behinderung beim Einsatz der Spritspartechnik zu einer unnötigen und immens großen Klimabelastung durch Kohlendioxid. Greenpeace fordert von VW, den umweltschädlichen Golf 1.4 Benziner schnellstmöglich vom Markt zu nehmen.
„VW gibt sich immer als besonders umweltfreundlich. Aber viel davon ist reiner Schein, denn der Weltkonzern könnte viel viel mehr umsetzen“, so Becker. Beim Polo verlangt VW für die komplette Klimaschutztechnik zum Beispiel 1500 Euro extra, obwohl die Ausstattung in der Produktion nur wenige hundert Euro kostet. „Der VW-Konzern muss Klimaschutz endlich so ernst nehmen, wie er in seiner Werbung immer tut. Die entwickelte Spritspartechnik muss ohne Aufpreis in alle Fahrzeuge eingebaut werden“, fordert Greenpeace. „Klimaschutz ist darf keine Sonderausstattung bleiben. Außerdem sind wir uns sicher, dass auch die Verbraucher bei den heutigen Benzinpreisen lieber sparsame Autos kaufen würden. Hamburger Händler sollen das nach Wolfsburg melden.“

