- Kauf im Bioladen ein - Bioprodukte ohne Gentechnik!
- Kauf im Weltladen ein - Produkte aus fairem Handel.
- Abonniere eine "Gemüsekiste" vom Bauern aus der Umgebung
- Kaufe regionale Produkte auf dem Wochenmarkt!
- Benutze die Einkaufs-Ratgeber und verteile sie auch weiter!
- Joghurt selbst herstellen macht Spaß und spart Verpackung
- Frag im Restaurant, ob sie gentechnikfrei kochen!

- Verbraucheraufklärung vor Supermärkten in Hamburg: Gen-Futter bei Weihenstephan, Bärenmarke & Co.
Zwar hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) den Anbau von Gen-Mais in Deutschland verboten. Doch Millionen Tonnen Gen-Pflanzen werden als Futtermittel nach Deutschland importiert. Vor Toom in Winterhude, Real in der Feldstraße, Edeka am Bahnhof Holstenstraße, Toom in der Max-Brauer-Allee und Rewe in der Friedensallee protestierten wir gegen den Einsatz von Gen-Pflanzen im Futter von Milchkühen und klärten Verbraucher auf, dass der Einsatz von Gen-Futter mit dem Alpen-Idyll nicht zusammenpasst.
Bei Toom und Real waren wir willkommene Gäste: Die Marktleiter ließen uns auf dem Gelände bleiben und wünschten uns viel Erfolg beim Besuch der nächsten Märkte auf unserem Programm. Weggeschickt wurden wir nur von Rewe in der Friedensallee.
So hatten wir jede Menge Zeit, cirka 600 Flyer zu verteilen und auf die neue Gen-Milch-Analyse von Greenpeace aufmerksam zu machen: Alle vier getesteten Milchmarken werben mit regionaler oder naturnaher Milchproduktion. Greenpeace hat das Kraftfutter von vier landwirtschaftlichen Betrieben je Molkerei analysieren lassen. Das schockierende Ergebnis der Analyse: Jeweils drei von vier Lieferanten von Weihenstephan, Bärenmarke und Allgäuland füttern gentechnisch verändertes Sojaschrot! Alle getesteten Lieferanten für die Marke Landliebe hingegen verzichten sowohl auf importiertes Sojaschrot als auch auf Gen-Pflanzen.

- Wir forderten die Marktleiter auf, sich bei den Molkereien für Milchprodukte ohne Genfutter einzusetzen. Fotos: Greenpeace-Gruppe Hamburg
„Was nützt es Verbrauchern und Umwelt, wenn Milch unter dem wohlklingendem Namen 'Alpenmilch' verkauft wird, in der Packung aber Gen-Milch steckt?“, fragt Anke Brenken, Gentechnik-Expertin der Greenpeace-Gruppe Hamburg. „Mit dem Anbauverbot von Gen-Mais gibt die Politik den Molkereien eine Steilvorlage. Jetzt müssen auch die Unternehmen handeln und die Gen-Soja aus dem Futtertrog verbannen.“
Wir forderten die Marktleiter der besuchten Supermärkte auf, im Sinne der Verbraucher von den Molkereien Milchprodukte ohne Genfutter zu fordern. Bei fast allen Märkten wurde uns versprochen, unser Anliegen an die Firmenführung weiterzuleiten.
Darum haben wir was gegen Gen-Milch: Die Genmanipulation von Pflanzen ist eine Risikotechnologie. Durch den Eingriff in die Pflanze können unerwünschte Stoffe mit Nebenwirkungen entstehen. Zudem wird Gen-Soja stärker gespritzt als herkömmliche Soja. Die giftigen Mittel gefährden Anwohner, verunreinigen Trinkwasser und bedrohen die Pflanzenvielfalt. Die Molkereien tragen durch die Duldung von Gen-Futter bei ihren Lieferanten zur Verbreitung der Risikosaat in Südamerika bei. Zudem bedroht der Anbau in Südamerika die letzten Urwälder. Riesige Flächen wurden gerodet, um Platz für die Sojabohne zu schaffen.
Birte Oldenburg




