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Seit 1989 hat Greenpeace International seinen Hauptsitz in Amsterdam und arbeitet inzwischen in 40 Ländern. Die Kampagnen werden auf internationaler Ebene koordiniert, aber von den nationalen Büros eigenverantwortlich durchgeführt.
Als Keimzelle von Greenpeace gilt ein Aktivisten-Trio in Vancouver (Kanada): 1970 gründete Jim Bohlen zusammen mit Paul Cote und dem Quäker Irving Stowe das "Don't make a wave"-Committee. Die drei setzten sich ein für atomare Abrüstung und Umweltschutz.
Offizielles Gründungsdatum von Greenpeace ist der 15. September 1971: Die Aktivisten stechen in See, um die geplanten US-Atomtests auf der Insel Amchitka vor Alaska mit körperlichem Einsatz zu verhindern. Die Aktion Greenpeace wird ein großer Erfolg: Die US-Regierung verkündet der Abbruch der Testserie auf den Aleuten-Inseln. Der Name dieser Aktion steht von nun an für Frieden und Umweltschutz.
Gewaltfreier Widerstand und systematische Öffentlichkeitsarbeit
Rund drei Jahre später ist keiner der Ur-Väter mehr dabei. Dafür stößt 1972 ein Mann hinzu, der später zu einer Leitfigur wird - David Mc Taggert. Das Ruder übernehmen Aktivisten um Bob Hunter. Sie wollen nicht nur gegen Atombombentests protestieren. Ihre spektakulären Aktionen gegen Walfang und Robbenjagd machen Greenpeace weltweit bekannt.
Gewaltfreier Widerstand vor Ort und systematische Öffentlichkeitsarbeit - mit ihren Mitteln heben sich Greenpeace-Aktivisten von anderen Friedens- und Umweltbewegungen ab. Das Quäker-Grundprinzip "Bearing Witness" wird zur Grundlage jeder Greenpeace-Aktion: Missstände aufdecken! Die Welt zu Zeugen machen!
Internationale Koordination
Öffentlichkeitswirksame Aktionen zum Schutz der Umwelt - diese Idee findet schnell in anderen Ländern Anklang: Weitere Greenpeace-Büros entstehen in den USA, Australien und Neuseeland. 1977 erobert Greenpeace Europa: David Mac Taggert initiiert die Gründung von Greenpeace-Büros in Großbritannien und Frankreich.
Die ersten Jahre sind von Konflikten um den Aufbau von Greenpeace überschattet: Organisieren wir uns basisdemokratisch oder hierarchisch? Die kanadischen Greenpeacer beharren auf ihrem Führungsanspruch und lösen einen Streit mit den übrigen Greenpeace-Büros aus. Erst auf Vermittlung von David Mc Taggert kommt es zu einem Kompromiss: Die europäischen Büros begleichen die Schulden des kanadischen Büros, das dafür auf seinen Führungsanspruch verzichtet.
Damit wird der Grundstein für eine neue Dachorganisation gelegt, um Aktionen international besser zu koordinieren: Als gemeinnützige Stiftung wird Greenpeace International (GPI) 1979 unter dem Namen "Stichting Greenpeace Council" bei der Handelskammer in Amsterdam eingetragen.

