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Flashmob gegen Atomkraft
Flashmob der Greenpeace Jugend am Hamburger Hauptbahnhof
Es ist an der Zeit den Stromanbieter zu wechseln!
Foto: Lisa Otte/Greenpeace Hamburg

Am Nachmittag des 18.12. 2010 fand vor dem Hamburger Hauptbahnhof, Ausgang Glockengießerwall, eine große Antiatomkraftaktion der Greenpeace Jugend statt, über 50 haben sich versammelt. Gegen 15 Uhr startete die Aktion mit einem „Weckerflashmob“, bei dem sich auch Passanten beteiligen durften (alle die mitmachten, hatten einen Wecker in der Tasche, der gegen 15 Uhr klingelte. Wenn der Wecker klingelte, frierte derjenige, in dessen Tasche der Wecker steckt, kurz in seiner Bewegung ein). Anschließend began die eigentliche Aktion mit Straßentheater, Infostand, Diskussionen und weiteren Aktionen. Mit ihrer Aktion wollten die Jugendlichen zeigen, dass es an der Zeit ist, etwas zu verändern.

Die Greenpeace Jugend unterstützt mit ihrer Aktion die Bewegung „Tschüss Vattenfall“. Der Stromanbieter und Atomkraftwerksbetreiber möchte Anfang nächsten Jahres den Pannenraktor in Krümmel wieder ans Netz nehmen, und damit die Bevölkerung einem unnötigen Risiko aussetzen. Dagegen kann jeder Bürger protestieren, in dem er von Vattenfall zu einem glaubhaften Ökostromanbieter wechselt, nähere Infos auch bei „Atomausstieg selbermachen“. Der Wechsel ist einfach und kostet nicht viel, dafür kann jeder seinen persönlichen Atomausstieg umsetzen.

Atomkraft birgt viele ungelöste Probleme und Risiken. Die deutliche Mehrheit der Deutschen lehnt Atomkraft und die Laufzeitverlängerungen ab. Die Regierung hat mit der Laufzeitverlängerung an der Bevölkerung vorbei entschieden und zerstört somit das Vertrauen der Menschen in die Politik.

Atomkraft blockiert die Energiewende anstatt den Weg zu erneuerbaren Energien zu ebnen. Die sieben ältesten und problematischsten Kernreaktoren hierzulande könnten sofort abgeschaltet werden, ohne Gefährdung der Energieversorgung, denn in Deutschland wird weit mehr Strom erzeugt, als benötigt. Durch die Schwankungen der Leistungen von Solar- und Windkraftanlagen je nach Wetterlage, wird mal mehr und mal weniger Strom produziert. Da Atomkraftwerke aber sehr schwerfällig in der Handhabung sind, wird im Falle einer Mehrproduktion eher eine Windkraftanlage als ein AKW abgeschaltet. Dazu kommt, dass die vier auf dem deutschen Energiemarkt vorherrschenden Stromkonzerne – E.ON, Vattenfall, RWE und EnBW, als einzige von den Laufzeitverlängerungen profitieren. Jedes Jahr, das die AKWs länger laufen, machen sie Milliardengewinne. Kleinere Stadtwerke, die Strom aus erneuerbaren Energien anbieten, können da nicht mithalten. Sie werden trotz ihrer Fortschrittlichkeit mehr und mehr zurückgedrängt. Atomstrom verstopft die Netze – das muss nicht sein.

Atomkraft gefährdet die Sicherheit und Gesundheit zahlreicher Menschen. Von den AKWs geht eine bestehende Gefahr aus, denn notwendige Sicherheitsvorkehrungen der AKWs wurden nie getroffen. Die AKWs in Deutschland sind in keiner Weise vor Terrorangriffen gesichert. Zudem gibt es immer wieder Störfälle in einigen AKWs. Ein möglicher Supergau in einem der deutschen AKWs kann nicht ausgeschlossen werden, das Risiko besteht. Jeden Tag, den die AKWs am Netz bleiben, erhöht sich der Berg an radioaktivem Müll. Die Frage nach dem Endlager für Atommüll bleibt weiterhin offen. Weltweit gibt es dafür kein einziges Endlager.

Der einzige Standort, der in Deutschland als Endlager erkundet wird, ist der Salzstock in Gorleben. Doch der erweist sich als ungeeignet, er von oben nicht gegen Wassereinbruch geschützt ist und wahrscheinlich in Kontakt mit dem Grundwasser steht.

Fazit: Atomkraft macht nur Müll.