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Achte auf das FSC-Siegel!
Forest Stewardship Council (FSC) zeichnet ökologische Forstwirtschaft aus
Hamburg, 9. August 2008
Ökologisch, sozial, wirtschaftlich nachhaltig: Forstwirtschaft, die nach diesen Kriterien arbeitet, kann vom Forest Stewarship Council (FSC) mit einem Gütesiegel ausgezeichnet werden. Der FSC ist eine unabhängige, nicht staatliche Dachorganisation mit über 500 stimmberechtigten Mitgliedern und wurde 1993 in Toronto gegründet. Das Ziel des FSC besteht in der weltweiten Förderung einer umweltgerechten und sozial verträglichen Bewirtschaftung der Wälder.
An diesem Zeichen erkennen Sie FSC-Produkte. Empfehlung von Greenpeace!

Waldbetriebe, die nach den Kriterien des FSC wirtschaften und sich freiwillig von einem unabhängigen Prüfer kontrollieren lassen, können das Gütesiegel des FSC erhalten. Der FSC hat dafür zehn international verbindliche Prinzipien und 56 Kriterien für eine ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltige Waldwirtschaft entwickelt. Diese wurden national angepasst: Deutscher Standard

Ob Gartenmöbel, Fensterrahmen oder Haarbürsten - heute muss keiner mehr Produkte kaufen, die aus zerstörerischer Waldnutzung stammen. Frag beim Kauf von Holzprodukten nach dem FSC Siegel! 

Online recherchieren nach FSC-zertifizierten Gartenmöbeln, Druckerzeugnissen oder Weihnachtsbäumen in Hamburg und Umgebung kannst du hier: Suche nach FSC-Produkten.

Das Modell der ökologischen Waldnutzung hat seit der Gründung des FSC international Schule gemacht. Über 23 Millionen Hektar Wald (230.000 Quadratkilometer) in fast 50 Ländern sind inzwischen FSC-zertifiziert. Ob im Amazonas oder auf den Solomon Island: In der ganzen Welt gibt es inzwischen FSC- zertifizierte Wälder und Betriebe. FSC-Produkte gibt es bei vielen Händlern zu kaufen. 

 

So arbeitet der FSC

Der FSC wiederum prüft die unabhängigen Kontrolleure (Zertifizierer) und stellt sicher, dass sie den Anforderungen und Richtlinien des FSC genügen. Ist dies der Fall, so erkennt der FSC die Zertfizierer an (Akkreditierung). Die Zertifizierer dürfen dann die Waldbetriebe kontrollieren und den Waldbetrieben bei Einhaltung der Richtlinien das FSC Siegel ausstellen. Derzeit sind elf unabhängige Firmen und Organisationen beim FSC für die Überprüfung der Waldbetriebe als Zertifizierer zugelassen. Zu diesen Zertifizierern gehört auch der Naturland-Verband.

Alle drei Bereiche - Ökologie, Soziales und Wirtschaftlichkeit - sind beim FSC gleich wichtig. Die Gleichberechtigung der drei Bereiche wird auch in der Organisation des FSC deutlich. Der FSC besteht aus drei Kammern, die bei Entscheidungen alle die gleiche Stimmenzahl bekommen. So kann keine der Kammern eine andere überstimmen. Die Richtlinien des FSC sind sowohl von Umwelt- als auch von Sozialorganisationen anerkannt.

 

FSC international

Der FSC wurde 1993 in Toronto von Vertretern von Umweltinstitutionen, der Holzindustrie, Forstwirten, Organisationen indigener Völker, waldnutzenden Gemeinden und Zertifizierungsorganisationen für Waldprodukte aus 25 Ländern gegründet. Der Hauptgeschäftssitz befindet sich in Oaxaca, Mexiko. Organisationen und Einzelpersonen können Mitglied werden. Die neuen Mitglieder werden entsprechend ihrer Hauptinteressen einer der drei gleichberechtigten Kammern zugeordnet (Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftskammer).

 

Internationale Kriterien werden national angepasst

Der FSC International regt die Gründung von nationalen FSC-Arbeitsgruppen an. Diese passen die zehn international gültigen Prinzipien und Kriterien des FSC an nationale bzw. regionale Verhältnisse an und entwickeln so genannte Nationale Standards. Die Nationalen Standards müssen vom FSC International anerkannt werden. Nach der Anerkennung sind die Nationalen Standards bindend für alle FSC-Zertifizierungen in diesem Land.

In zwölf Ländern wurden nationale FSC-Initiativen eingerichtet (Belgien, Bolivien, Brasilien, Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Kanada, Kolumbien, Mexiko, Niederlande, Papua Neu Guinea, Schweden, Schweiz, USA), davon fünf anerkannte FSC-Arbeitsgruppen (Belgien, Bolivien, Großbritannien, Schweden, Schweiz, USA).


FSC Arbeitsgruppe Deutschland

Die FSC-Arbeitsgruppe Deutschland wurde 1997 gegründet. Über 50 Organisationen und Einzelpersonen erarbeiteten die Standards für eine gute Waldbewirtschaftung in Deutschland. Die aktuellen deutschen Standards gelten seit 2001.

Die deutschen Standards einzuhalten, dass heißt beispielsweise, Kahlschläge grundsätzlich zu unterlassen, keine Biozide einzusetzen und abgestorbene Bäume im Wald zu belassen. Die Arbeitsbedingungen müssen sozial verträglich gestaltet werden. Das Personal wird möglichst ganzjährig beschäftigt und kann an regelmäßigen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen. Die Bewirtschaftung des Waldes soll effizienter gestaltet werden, die Qualität des erzeugten Holzes soll gesteigert werden.


Finanzierung


Der FSC finanziert sich durch Spenden von wohltätigen Vereinen, Regierungen und einzelnen Personen, durch Akkreditierungs-Beiträge und jährlich anfallende Gebühren der Mitglieder. Um seine Unabhängigkeit zu wahren, nimmt der FSC keine Gelder von der Industrie an.

 

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