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Ostern im Ozeaneum
Ostern im Ozeaneum: Greenpeace informierte zum Thema Gentechnik und Meere
Foto: Günter Vogel/Greenpeace Hamburg

Die Eingangshalle des Ozeaneums in Stralsund präsentierte sich über die Ostertage anders als gewöhnlich. Ehrenamtliche Greenpeacer empfingen die Besucher mit Info-Broschüren, Ratgebern, Protestpostkarten und Kartoffeln. 

„Mit unseren Aktionen hier wollen wir die Risiken der Gentechnik in unseren Lebensmitteln deutlich machen und die Menschen über die betroffenen Produkte informieren“, erklärte Günter Vogel aus der Greenpeace-Gruppe Hamburg. Mit anderen Ehrenamtlichen hat er die Aktionstage mit dem Themenschwerpunkt Gentechnik initiiert und organisiert. Insgesamt 20 Greenpeacer aus Hamburg, Bremen, Buchholz und Berlin trafen in Stralsund ein, um sich für Gentechnik-freie Lebensmittel einzusetzen.

Foto: Günter Vogel/Greenpeace Hamburg

Ein erster Blickfang waren Tische mit Schokolade, Milchreis, Joghurt, Babymilch und diversen anderen Lebensmittelprodukten. Die Schilder auf den Tischen klärten auf, bei welchen Produkte nicht auf gentechnisch verändertes Futter verzichtet wurde.

Wichtige Einkaufshilfen für die Besucher waren hierzu die Gen-Ratgeber „Milch für Kinder“ und „Essen ohne Gentechnik.

Zum Thema Meere informierten die Greenpeacer mit dem Einkaufs-Ratgeber für Fisch sowie mit den Wal-Vorträgen von Nicolai Berger aus der Hamburger Greenpeace-Gruppe. Die Kinder konnten sich die Geschichten vom „Kleinen Hai“ mit nach Hause nehmen. Aus aktuellem Anlass wurde auch das Problem des Palmöls aus Urwald-Zerstörung ergänzend thematisiert.  

Foto: Günter Vogel/Greenpeace Hamburg

 

„Insgesamt war unsere Osteraktion im Ozeaneum für uns ein überwältigender Erfolg“, schwärmt Günter. Fast 10.000 Menschen haben über die Feiertage das Ozeaneum aufgesucht. Von diesen Besuchern haben rund 1.000 die Aktions-Postkarten an Frau Aigner unterschrieben. Jeder zehnte Besucher war also dazu bereit. Außerdem haben rund 2.100 Besucher unseren Gentechnik-Ratgeber mitgenommen, und rund 500 Eltern gehen ab jetzt nicht mehr ohne den Ratgeber zur Kindermilch in ihren Supermarkt. Es hat also mehr als jeder fünfte Besucher einen Ratgeber mitgenommen. Die Kindergeschichte vom "Kleinen Hai" erfreute 600 Kinderaugen. Und von den Fischratgebern wurden rund 600 große Fischratgeber und 400 kleine Fischratgeber verteilt.

Günter kann es kaum fassen: „Wenn man dazu berücksichtigt, dass kaum jemand alleine ins Ozeaneum kommt, sondern fast alle zusammen mit ihrer Familie, dann ist der Erfolg kaum noch zu glauben. Das Thema muss die Besucher also enorm interessiert haben. Und auch unsere Präsentation der Produkte hat viele Besucher stark angesprochen.“ Zum Schluss, am Montag, waren sämtliche Vorräte des Gentechnik-Ratgebers verteilt. Und was die Protest-Postkarten betrifft, da war Günter doch sehr erleichtert, dass die Greenpeacer aus Berlin, die erst am Ostersonntag dazu stießen, noch Aktions-Postkarten aus Berlin mitgebracht hatten.