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Ein Jahr nach Fukushima
Die Greenpeace Gruppe Hamburg erinnern an das Reaktor-Unglück in Japan und fordert von Frau Merkel einen konsequenten Atomausstieg.
Foto: Greenpeace Hamburg

Nach der Katastrophe in Japan, hat die schwarz-gelbe Bundesregierung den deutschen Atomausstieg beschlossen und im Inland torpedierten sie seitdem immer wieder den Ausbau der Erneuerbaren Energien.

Während Deutschland den Atomausstieg beschlossen hat, werden die Neubauten von Atomkraftwerken im Ausland vorangetrieben. Durch Hermes-Bürgschaften macht die Bundesregierung die Investition in Atomkraftwerke zu einem sicheren Geschäft. Der Neubau eines Reaktors wäre ohne staatliche Unterstützung kaum möglich. Hohe Kosten, lange Bauzeiten und das unkalkulierbare Risiko der Atomkraft machen solche Projekte für Investoren unattraktiv.

Dies zeigt sich an einigen AKW, die sich noch in Planung befinden und von deutschen Atomkonzernen gebaut werden sollen. So haben RWE und E.ON das Konsortium Horizon in Großbritannien gegründet, um vor Ort neue Atomreaktoren zu bauen. RWE ist zudem an den Planungen für das grenznahe AKW Borssele in den Niederlanden beteiligt. Und E.ON hat mit einer Beteiligung von 34 Prozent die Projektleitung eines AKW-Neubaus im finnischen Pyhäjoki übernommen.

Aktuell gibt es eine Anfrage für eine Bürgschaft für das Atomkraftwerk Angra-3 in Brasilien in Höhe von 1,3 Milliarden Euro. Der Bau dieses Reaktors wurde bereits 1984 begonnen – und nur zwei Jahre später wieder eingestellt. Mithilfe der deutschen Bürgschaft soll nun die Fertigstellung doch ermöglicht werden. Dieser Reaktor ist bereits heute sicherheitstechnisch hoffnungslos veraltet. Außerdem ist der Standort durch Erdbeben und Erdrutsche gefährdet. Der Bau des Reaktors Angra-3 widerspräche den Erkenntnissen, die aus dem GAU in Fukushima gezogen wurden und würde eine erhebliche Gefahr für die dort lebenden Menschen darstellen.

Gegen diesen halbherzigen Atomausstieg richtete sich unser Infostand am 3. März. Insgesamt wurde in 66 deutsche Städten protestiert. In einem Protestbrief forderten wir Frau Merkel dazu auf, keine weiteren Hermes-Bürgschaften zu genehmigen. Diese Briefe wurden am Samstag von Passanten unterschrieben und direkt ans Kanzleramt geschickt.

Unseren aktuellen Flyer mit Forderungen gegen die Förderung von Atomkraftwerken im Ausland finden Sie hier.