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CO2-Zeitbombe als Mahnmal in Potsdam
Ein Nachtrag zum Abschluss der Protest-Tour Zeitbombe CO2-Endlagerung
Foto: Greenpeace Deutschland

Unsere Protest-Tour führte uns durch Neutrebbin, Beeskow, Jänschwalde, Cottbus, Potsdam und schließlich Berlin. Auf dem „Fresh Air Festival“ der Bürgerinitiativen wurde abschließend nochmals über die Gefahren der CO2-Endlagerung informiert. Wer bis dahin noch nicht auf einem der inzwischen fünf mit Unterschriften versehenen Transparente unterschrieben hatte, konnte es hier noch nachholen.Am Montag (28.6.2010) wurden die Unterschriften dann den Politikern in Berlin präsentiert - verbunden mit der Aufforderung, wegen der großen Gefahren eines solchen Endlagers den Widerstand der Bevölkerung ernst zu nehmen und die CO2-Endlagerung zu verbieten.

Doch nicht nur in Berlin galt es, den Politikern Volkes Meinung kund zu tun. So ging esam Dienstag dann mit der Unterstützung auch jüngerer Greenpeacer nach Potsdam, zum Regierungssitz von Ministerpräsident Platzeck. Dort sollte die CO2-Zeitbombe dann auch erstmalig vom Anhänger genommen und vor Ort aufgestellt werden. Das war wegen des doch sehr großen Gewichts der „Bombe“ gar nicht so einfach, gelang letztendlich aber doch. Die 5 mal 15 Meter langen Transparente, die mit Unterschriften mehr als voll waren, wurden dann von den Greenpeacern so gehalten, dass sie wie Sonnenstrahlen aussahen. Mit der richtigen Sonne hatten die Greenpeacer allerdings zu „kämpfen“, denn diese schien mitvoller Intensität, und wir mussten drei Stunden warten, bis Verantwortliche der Staatskanzlei endlich zu einem Gespräch bereit waren. Die Stunden in praller Sonne waren nach Meinung der Betroffenen aber nichts, im Verhältnis zu den Gefahren einer CO2-Endlagerung.

Damit Ministerpräsident Platzeck weiterhin an die Gefahren erinnert wird, haben wir die CO2-Zeitbombe dann als Mahnmal vor seinem Amtssitz stehen lassen. Insgesamt war die Protesttour ein voller Erfolg. Nicht nur, dass viele Menschen gerne ihre Unterschrift auf die Transparente gesetzt haben. Auch die örtliche Presse hat mehrfach ausführlich berichtet. Und im RBB-Fernsehen waren wir zweimal in den Nachrichten zu sehen. Mittlerweile haben Mitarbeiter der Staatskanzlei die CO2-Bombe ins Gebüsch verschleppt und mit einer Plane abgedeckt. Details dazu im Blog von Karsten Smid, Klima-Experte von Greenpeace.