- Schatzkisten und Pfeffersäcke: Alternative Hafenrundfahrt
- Kaffeebörsen und Quartiersleute: Speicherstadtmuseum

- Foto: Greenpeace
16.10.2011. Der Dokumentarfilm „Taste the Waste“ ist aktuell in diversen Kinos zu sehen und macht auf die Problematik der Lebensmittelverschwendung aufmerksam. Nach Untersuchungen im Auftrag der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) landen ca. 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel pro Jahr im Müll. Greenpeace Hamburg hat mit einer Sondervorstellung des Films zusammen mit den Gästen Thomas Effenberger (Effenberger Vollkornbäckerei) und Susanne Hesemann (Diakonie Hamburg) am 25.09.2011 im Abaton Kino auf die ökologischen, sozialen und ökonomischen Folgen dieser Verschwendung aufmerksam gemacht.
„Lebensmittelverschwendung ist ein Problem von Konsumgesellschaften.“ Sagt André Bagehorn von Greenpeace Hamburg. Agrarindustrie, Produzenten und Handel stehen hier in der Verantwortung. „Wenn Herr Effenberger erklärt, dass sein gutes Brot zwei Tage verkaufsfähig ist, wir aber gleichzeitig von Bäckereien hören, die 20% ihrer Produktion wegschmeißen, dann gilt es zu handeln“. „Wir Konsumenten können Einfluss auf Produktion und Handel zu nehmen, indem wir bewusster einkaufen. Dabei müssen wir auch unsere eigenen Ansprüche hinterfragen“ so Bagehorn weiter. Das Lebensmittelverschwendung ein globales Thema ist, machte Frau Hesemann von der Diakonie deutlich, als sie eingehend schilderte wie die Partnerorganisationen von „Brot für die Welt“ handeln einfordern.

- Foto: Greenpeace Hamburg, Gerald Duckstein
Ca. 1/3 der Lebensmittelproduktion landet im Müll
Laut Studie der FAO gehen knapp 1/3 der für den menschlichen Bedarf produzierten Lebensmittel verloren oder werden unkonsumiert vernichtet. Schätzungen gehen davon aus, dass in den westlichen Ländern zwischen 95 und 115kg Lebensmittel pro Jahr pro Person nicht auf unseren Tellern, sondern im Abfall landen. Produzieren für die Tonne macht aber nicht nur ökonomisch keinen Sinn. Die damit verbundene enorme Energieverschwendung führt zudem zur Produktion von überflüssigen Treibhausgasen. Auch vor dem Hintergrund des zunehmenden Hungers auf der Welt ist Lebensmittelverschwendung moralisch nicht zu verantworten.
