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Atommüll, eine ungelöste Frage
Geplant für 1.000.000 Jahre, undicht nach 30. Anlässlich des bevorstehenden Jahrestags der Tschernobyl Reaktor-Katastrophe informiert unser Team50Plus (TfP) in der Hamburger Innenstadt über die Gefahren der Atomenergie.
Foto: Günter Vogel/Greenpeace Hamburg

„Unser Hauptthema heute ist die ungelöste Frage der Endlagerung des Atommülls“, erklärt TfPler Günter Vogel. „Da wird über längere Laufzeiten diskutiert, der Atommüll stapelt sich, und wohin damit, weiß niemand.“ Das sahen auch viele der interessierten Passanten so. Ihre Fragen bezogen sich überwiegend auf die aktuellen Gorleben-Berichte in Zeitungen und TV. Greenpeace hatte in den Tagen zuvor aufgedeckt, dass die Auswahl von Gorleben als Endlager für hochradioaktiven Atommüll nicht nach wissenschaftlichen, geologischen Kriterien erfolgte, dass kräftig vertuscht, beschönigt und fingiert wurde.  

Foto: Günter Vogel/Greenpeace Hamburg

Ein großes Interesse der Passanten galt zudem den Info-Flyern zur Menschenketten-Aktion. Am 24. April soll eine Menschenkette gebildet werden, vom AKW Brunsbüttel bis zum AKW Krümmel, 120 Kilometer lang. Mit dieser Menschenkette soll für die Abschaffung der Atomkraftwerke demonstriert werden. Dazu aufgerufen hat ein breites Bündnis von Umweltorganisationen, Anti-Atom-Initiativen, Parteien und Gewerkschaften. Das Interesse an den Info-Flyern zur Menschenkette war so groß, dass die mitgebrachten Flyer bereits nach zwei Stunden ausgingen und zweimal für Nachschub gesorgt werden musste. So wurden am Ende weit über 3500 Flyer verteilt, die bestimmt zum Mitmachen motivieren.

Die heftigen Windböen am Greenpeace-Stand machten die Info-Flyer dann auch  wirklich zu Flugblättern. So hatten unsere TfPler alle Hände voll zu tun, die gelben Tonnen aufrecht zu halten und selbst die Latte des großen Banners brach. Nachdem die großen Gorleben Schilder entfernt wurden, ging es weiter. „Der Stand sah dann zwar etwas reichlich kahl aus“, schätzt Anne vom TfP, „ ... was unserem Elan beim Verteilen aber nichts anhaben konnte!“