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Anti-Atomkraft Menschenkette
Symbolisches Atommüll-Endlager in Hamburg-Bergedorf. Greenpeace Hamburg beteiligt sich an der Menschenkette Krümmel – Brunsbüttel.
Unsere Greenteams wurden vom Krümmelmonster erwischt. Foto: Tom Friedel/Greenpeace Hamburg

Die Menschenkette zwischen Krümmel und Brunsbüttel steht. Ganz im Osten von Hamburg reihen sich 70 Aktive der Hamburger Greenpeace-Gruppe in die 120 km langen Anti-Atom-Kette mit ein. Im Abschnitt in Bergedorf um den Lohbrügger Markt sind immer wieder grüne T-Shirts zu sehen. Die jüngsten der Gruppe, die Greenteams, haben mit 15 Kindern eine Radtour nach Bergedorf gemacht, und liegen jetzt als Strahlenopfer verkleidet auf dem Asphalt. Das Krümmelmonster hat auch sie nicht verschont.

Ähnlich könnte es im Atommüll Endlager Asse aussehen. Foto: Susanne Timm/Greenpeace Hamburg

„Die erfolgreiche Kette zwischen den Pannenreaktoren Krümmel und Brunsbüttel zeigt sehr anschaulich, wie groß der Widerstand gegen die Atomkraft ist“, freut sich Holger Becker von Greenpeace Hamburg. „Dieses kann die Politik nicht ignorieren. Die schwarz-gelbe Regierung darf nicht gegen den Willen der Bevölkerung am Atomausstieg rütteln.“Direkt neben den Aktivisten liegen 33 schwarz-gelbe Fässer mit Atomzeichen, chaotisch übereinander gestapelt. Ähnlich lagert Atommüll im Endlager Asse. Die Fässer stehen symbolisch für das ungelöste Problem der Endlagerung von Atommüll. Das gescheiterte Versuchs-Endlager Asse  hat bereits gezeigt, wie verantwortungslos mit diesem hochgiftigen und über Jahrtausende strahlenden Müll umgegangen wird.  Die Fokussierung auf Gorleben als Endlager ist ebenfalls politisch begründet – und entbehrt jeglicher wissenschaftlichen Grundlage. In einer Datenbank hat Greenpeace die Gorleben-Akten jetzt öffentlich zugänglich gemacht.

Unsere JAG in Aktion. Foto: Susanne Timm/Greenpeace Hamburg

Welch ein Wahnsinn, jetzt immer noch – und nach den Plänen der schwarz-gelben Regierung noch viele Jahre weiter – Atommüll zu produzieren ohne eine vernünftige Lösung für die Endlagerung zu haben! Dabei ist nach der Greenpeace-Studie „Klimaschutz: Plan B 2050“ ein Atomausstieg bis 2015 ohne Stromlücke möglich. Ebenfalls wird in der Studie klar, dass der Weiterbetrieb den Klimaschutz blockiert und nur einem nutzt – den Profitinteressen der AKW-Betreiber. Um diese Argumente den Passanten nahe zu bringen, verteilen die Greenpeacer Infobroschüren und rufen zum Wechsel des Stromversorgers auf – weg von Atom- und Kohlestrom, hin zu Ökostrom. Der persönliche Atomausstieg ist nur einen Klick entfernt.