Detox

Kleidertauschparty : Pre-Loved ist das neue Schwarz!

Wegwerfware Kleidung – muß das sein? Billig und viel kaufen, kurz oder nie tragen, schnell wegwerfen – so gehen wir im Fast-Fahion-Zeitalter mit Mode um. Angekurbelt wird dieses Verhalten von Textilgiganten wie H&M oder Zara, Aldi oder Lidl, die im Wochen-Rhythmus neue Billigkollektionen in die Läden bringen. Kleidung wird dabei immer mehr zur Wegwerfware, T-Shirts kaum länger getragen als Plastiktüten.

 

Ihren Preis hat billige Kleidung am anderen Ende der Welt: In den überwiegend asiatischen Produktionsländern ist die rasant wachsende Textilindustrie zum zweitgrößten Wasserverbraucher und Wasserverschmutzer geworden. Rund 7000 Liter Wasser verbraucht die Produktion einer einzigen Jeans. 3500 krebserregende, hormonell wirksame oder anderweitig giftig Chemikalien setzt die Textilindustrie ein, um Rohmaterialien zu bunt bedruckter Kleidung zu verarbeiten. Viele dieser Chemikalien findet man nicht nur im Umfeld der Fabriken, sondern inzwischen rund um den Globus – in der Küstenluft von Südafrika, der Leber von Eisbären und in der Muttermilch.

 

Greenpeace kämpft seit Jahren mit der Detox-Kampane (www.greenpeace.de/detox) für eine saubere Textilindustrie. Doch um unsere Umwelt und Gesundheit rund um die Welt wirklich zu schützen, reicht das nicht. Wir müssen auch unseren Kleiderkonsum verändern. Die schiere Masse unseres Kleiderverbrauchs ist zum Problem geworden. Umfragen zum Mode-Einkaufsverhalten von Greenpeace haben gezeigt, dass fast alle Jugendlichen von den menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken Asiens wissen. Die meisten wissen auch vom Chemikalieneinsatz. Trotzdem überwiegen beim eigenen Kauf dann meist das Design, der Preis und die Marke – und nicht die nachhaltige Produktionsweise. Der Konsum-Alternative – Kleidung aus zweiter Hand – haftet das Image an, gammelig und untragbar zu sein, obwohl diese in Wirklichkeit oft neuwertig ist. Unsere Umfragen zeigen, daß 40% unserer Kleidung nie getragen wird; das durchschnittliche Party-Top wird bereits nach 1,7-mal tragen aussortiert.

 

Um den Wert von Kleidung zu vermitteln und um die Wegwerfmentalität zu verändern, führen wir regelmäßig Kleidertauschpartys durch. In angenehmer, entspannter Athmosphäre tauschen jeweils mehrere hundert Gäste miteinander Kleidung, finden neue Lieblingsstücke und schenken den mitgebrachten Schrankhütern anderer Gäste ein neues Leben. Zusätzlich verbreiten wir Kleidertausch-Termine von uns von von anderer Veranstaltern auf http://www.kleidertausch.de/ – in manchen Städten finden bis zu sechs Kleidertausch-Veranstaltungen pro Woche statt, öfters als der Durchschnittskonsument shoppen geht! Und wir sorgen für Übersicht: Auf https://www.greenpeace.de/konsumbotschaft finden sich nachhaltigere Konsumalternativen für Kleidung inklusive Adresse und Anfahrtsbeschreibung.

 

Laß Dich begeistern für Kleidung mit Vorgeschichte – mit echten Tragespuren, die nicht per Sandstrahler gefaket wurden! Welche nicht erst eingetragen werden muß sondern schon von Anfang an gut auf Deine Körperform paßt statt! Die nach dem dritten Waschen noch so aussieht wie in dem Moment, in dem Du dich in sie verguckt hast! Bei der Du weißt, was mit ihr schon erlebt wurde – denn bei unseren Kleidertauschpartys kannst Du den nächsten Besitzern von Deinen Erlebnissen mit Deinen mitgebrachten Stücken erzählen, indem Du sie auf Etiketten schreibst und sie anhängst.

 

Darum: #TauschDichAus – entdecke Sedond Hand-Kleidung für Dich – hab Spaß an individueller Kleidung! Termine findest Du, laufend aktualisiert, auf: http://www.kleidertausch.de/